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Courage

„Für mich ist der Kontaktabbruch mittlerweile kein Problem mehr. Ich habe Frieden in mir geschlossen, was dies betrifft. Die Bemühungen und Hoffnungen ihn irgendwann wieder umarmen zu dürfen, gebe ich zwar nicht auf, trotzdem kann ich mittlerweile sehr gut damit leben, dass er nicht mit mir spricht.

Manchmal bin ich ihm sogar sehr dankbar dafür, da ich dadurch viele andere Perspektiven sehen kann. Ich gehe auch sehr offen damit um. Es ist ja seine Entscheidung und nicht meine, die ich in Liebe als seine Mutter akzeptiere. Eine Verbundenheit im Innern gibt es dennoch und die kann durch nichts getrennt werden. Ich bleibe nach wie vor seine Mutter und wenn er eines Tages das Bedürfnis nach dieser hat werde ich für ihn da sein. So wie ich in liebevollen Gedanken immer für ihn da bin.

 

Durch diese Gruppe habe ich sehr viel gelernt und auch viel anders gesehen und bin auch sehr dankbar dafür. Doch mittlerweile habe ich das Gefühl, dass die Gruppenmitglieder zum Teil in ihrem Leid gefangen sind. Sie tauschen sich rege aus, aber es geht meist darum was ihnen diese Kinder an tun.

Sie beharren darauf als Eltern ein Recht darauf zu haben, dass die Kinder das tun was sie als Eltern sagen oder denken. Manche zerfließen regelrecht in dieser Opferrolle und wollen diese gar nicht los werden. Damit kann ich mich einfach NICHT MEHR identifizieren.

Und schon gar nicht damit einen Schuldigen zu finden, den ich dafür hassen kann. Sie wollen dass sich ihre Kinder für sie ändern und sind selbst gar nicht dazu bereit.

Liebe bedeutet für mich auch los zu lassen und zu akzeptieren, bedingungslos. Aber vor allem für sich selbst Frieden zu schließen. Jeder von uns macht seine Fehler und diese wiederholen sich nun mal solange bis wir daraus lernen.

Die Vergangenheit ist eine Erinnerung und die daraus entstandene Erfahrung. Ich werde immer mit dieser Vergangenheit leben den sie hat mich dazu gemacht was ich heute bin.
Ich werde in dieser Gruppe bleiben, als stiller Teilnehmer und um weiterhin zu lernen und auch versuchen keine Erwartungen zu stellen auch wenn es mich manchmal sehr runter zieht.“

anonym