DAS HAUS VON MORGEN – Kontaktabbruch | Entfremdung | Funkstille
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Kontaktabbruch | Entfremdung | Funkstille

Gedanken | Worte | Gespräche

Worum geht es? Was denken andere? Wie geht man damit um?
Wir hören uns um, lassen uns berühren, gehen in Resonanz, tauschen uns aus, führen Gespräche.
Wir forschen, regen an, machen aufmerksam, informieren.

Hervorgehobener Beitrag

Willkommen!

Austauschtreffen

Samstag, 24. April 2027

12:00 bis 20:00

Graz/Austria

 

Liebe Betroffene aller Seiten!

Nach acht Jahren intensiver Auseinandersetzung mit dem Thema Kontaktabbruch innerhalb der Familie möchten wir zu einem erweiterten Treffen einladen,

  • das Raum für den Austausch persönlicher Erfahrungen und Eindrücke bietet,
  • zur gemeinsamen Diskussion anregt und
  • die Möglichkeit schafft, Bedürfnisse anzusprechen
  • sowie Unterstützungsangebote für Betroffene aufzuzeigen.
  • Dazu stellen wir weitere Selbsthilfegruppen in Österreich vor,
  • laden eine Mediatorin ein, die von den Möglichkeiten ihres Arbeitsbereiches erzählt,
  • besprechen wir Literatur und wissenschaftliche Publikationen zum Thema sowie mediale Auftritte.

Bei Interesse schreibt uns bitte an info@dashausvonmorgen.at | Betreff: 24. April 

Das Austauschtreffen wird bei verbindlicher Anmeldung von mindestens 20 Personen veranstaltet.

Anmeldefrist ist der 31. März 2027. Das Treffen ist kostenlos, um eine kleine Spende wird gebeten.

Die genaue Örtlichkeit wird noch bekannt gegeben.

Programm wird noch bekanntgegeben.

Kostenloses Erstgespräch

Im Erstgespräch (30 Minuten) finden wir gemeinsam heraus, was Du brauchst, welche Möglichkeiten es gibt, um mit der Belastung friedvoll umgehen zu können.

Ruf gerne an für eine Terminvereinbarung.

+43 664 2531996 (Gisela Kurath)

Persönliche Begleitung/Beratung

Der Weg zu einem friedvollen Umgang ist individuell, komplex und anspruchsvoll. Es ist ein Prozess:

Trauma-sensible Gesprächsbegleitung in Einzelgesprächen nach humanistisch-systemischem Ansatz und einer narrativen Methode, zugeschnitten auf die Belastung durch einen Kontaktabbruch.

Dieses Angebot ist nicht kostenlos.

Informationen zum Thema 

Du findest hier Informationen und Ansätze zum Umgang mit dem Thema, zusammengesammelt und evaluiert. Wir danken den Betroffenen für die Teilnahme an den regelmäßigen Austauschtreffen der letzten 7 Jahre !

Öffentlichkeitsarbeit

Link zu weiteren Selbsthilfegruppen in Österreich: Hier klicken

Podcast Kontaktabbruch

Unser Podcast zum Thema Kontaktabbruch

Worum geht es? Wie denken andere? Was kann man tun? Wer kann unterstützen? Wo findet man Unterstützung? Was tun andere?

Gedanken | Worte | Gespräche

Facebookgruppe

 

Wir sind über das angefügte Kontaktformular erreichbar, wir beantworten verlässlich jedes Mail.

Persönlicher Kontakt und Information Gisela Kurath, M.A.    +43 664 2531996     Dipl. Lebens – und Sozialberaterin, akademische Trauma – u. Resilienzberaterin info@dashausvonmorgen.at

    Buche Dein Erstgespräch:

    WARUM!!!? – Gründe für den Kontaktabbruch

    WARUM!!!!!? 

    Das fragen wir uns. Alle. Immer wieder. Und wieder.

    Das WARUM gibt keine Ruhe, es hört nicht auf. Wir denken, wenn wir es wüssten, wenn wir verstehen würden, dann ….!

    Nun, was dann? Stell Dir die Frage konsequent.

    Denn, was wir beobachtet haben, ist, dass ein DARUM vieles macht, jedoch nicht das bringt, was wir uns erhoffen. Es bringt keine langfristige Erleichterung.

    Das liegt wohl an den vielen Ausrufezeichen des WARUM. Denn das WARUM ist mehr Zeichen des Aufschreis denn konkrete, ernstgemeinte Frage. Wir unterliegen einem Kohärenzzwang – wir denken, verstehen zu müssen, sonst gibt das Gehirn keine Ruhe, die Seele findet keinen Frieden, der Körper leidet.

    Was wir noch beobachtet haben, ist, dass wir, wenn wir einen Grund finden, ein DARUM also, daran festhalten wollen, reparieren wollen, besprechen wollen. Das will aber gerade die andere Seite eben nicht. Wir respektieren eben nicht, geben keine Zeit, lassen keinen Platz, machen genau das Gegenteil davon, was von uns erbeten (gefühlt erzwungen, erwartet) wird.

    Wird die Frage jedoch konkret, meinst du es also ernst, dann beschreitest du einen inneren Jakobsweg. Du begegnest Dir selbst, Deiner Familie, Deinen Erlebnissen, Deinen Ressourcen, Deinen Beziehungen, Deinen Talenten, Deinen Werten, Deinen Überzeugungen, Deinen…., usw.

    Warum das so schwer ist? Weil Du Dich vermeintlich wegbewegst von Deinem Sehnsuchts-Menschen. Weil Du Dich Dir selbst zuwendest, weil Du vermeintlich oder verspürt den Kontakt abbrichst. Loslässt. Sein lässt.

    Aus dem WARUM!!!? wird langsam, ganz langsam, ein WOZU?

    Weil das WARUM aber immer noch keine Ruhe gibt, haben wir uns bemüht, über die letzten Jahre Gründe zu sammeln. Sie sind ungeordnet aufgezählt. Wie viele davon spielen in Deinem Erleben eine Rolle?

    Gründe:

    • Unausgesprochene emotionale Bedürftigkeit der Bezugsperson (Eltern) und daher ein gefühltes Ablösungsverbot.
    • Hilflosigkeit oder Krankheit der Bezugsperson, folgend unerträgliche Hilflosigkeit und Überforderung
    • Rollenumkehr (Partnerersatz, Vertrauter, bester Freund/Freundin)
    • Überstimuliertheit der Bezugsperson (oft unbewusst, aus Bedürftigkeit, eigenen unbearbeiteten Erlebnissen, vermeintlichem Schutz)
    • Unbewusste Angst, von den Emotionen der Bezugsperson absorbiert, weggeschleudert, gefesselt zu werden
    • Reinszenierung des Traumas einer Person der vorangegangenen Generationen als Lösungsversuch innerhalb des Familiensystems, für Stabilität durch jetzige Bewältigung zu sorgen.
    • Abwehr der Übernahme von Gefühlen anderer Personen im System, meist durch Schweigen oder Ausagieren ohne Erklärungen weitergeben. Daher nicht erklär- und besprechbar.
    • Liebe! Unbewusster Rückzug, um der Bezugsperson Platz für deren nicht erledigte Themen zu geben, bzw. darauf hinzuweisen.
    • Unbewältigte Trauer
    • Scham, den gegenwärtigen persönlichen Herausforderungen nicht gewachsen zu sein.
    • Liebeskummer und Rückzug
    • eigener Beziehungsstress
    • Werte und Normen, die nicht übernommen werden wollen oder können
    • Eine Bezugsperson, die immer verstehen will, was sich nicht erklären lässt.
    • Eine Bezugsperson, die ein NEIN ohne Erklärung nicht respektiert.
    • Verlorene Verständnisinnigkeit bezüglich Werte, Normen, Überzeugungen
    • Als dysfunktional bewertete Konfliktstrategien durch die Bezugspersonen.
    • Verhalten der Bezugsperson, das Aversionen auslöst, und bei dem auf mehrmalige Bitte, es zu unterlassen, keinerlei Veränderung erkennbar ist.
    • Das Gefühl, den Erwartungen der Eltern nicht entsprechen zu können und daher nichts wert zu sein.
    • Unausgesprochenes Überholungsverbot einer Bezugsperson.
    • Das Gefühl, das Leben, die Erwartungen und unerfüllten Wünsche der Bezugsperson leben zu müssen.
    • Zu wenig Interesse, dafür ständige Ratschläge.
    • Neue Partner:innen mit gegensätzlichen Wertehaltungen
    • Loyalitäten und Prioritäten, die von der Bezugsperson (unbewusst) abgelehnt werden.
    • Generationenbruch und veränderte Wahrnehmungen der Wirklichkeit.
    • Verschobene Entwicklungsaufgaben einer Person (auch der Bezugsperson).
    • Ein unbewältigter und unauflösbarer Konflikt, oft schon innerhalb der Generationenfolge.
    • Das Gefühl, von der Bezugsperson im Wesen nicht erkannt zu werden.
    • Um jemanden anderen zu schützen.
    • Um Schlimmeres zu verhindern.
    • Um Bindung gewährleistet zu wissen.
    • Helikoptereltern und daher das entstehende Gefühl, eine Person zu sein, die alleine nichts zustande bringen wird, also nichts wert ist.
    • Eine Bezugsperson, die alle möglichen Probleme vorwegnimmt.
    • Bezugspersonen, die sich Konflikten entziehen.
    • Wenn Harmonie im Familiensystem gefühlt über bestehende Konflikte, Individualität und Autonomiebedürfnisse einzelner gestellt wird.
    • Ständige Sorge der Bezugsperson wirkt wie Invalidisierung. „Du bist nicht ganz ok.“
    • Das Gefühl einer Person, mit den eigenen Interessen und Talenten nicht anerkannt zu werden.
    • Unbewusster Kontaktabbruch der Bezugsperson durch Perfektionismus, psychische Belastung, ständige Arbeit.
    • Beziehungsprobleme der Bezugspersonen
    • Verdrehung der Wahrnehmung durch das Familiensystem oder einzelne Bezugspersonen („Nein, das ist gar nicht so, wie du denkst, wir haben uns eh lieb, …“)
    • Absprechen von Gefühlen, Emotionen, Schmerzen. („Das tut ja gar nicht weh“)
    • Zunahme der Möglichkeit, innerhalb einer Community (Social Media, SHGs, Internet) den KA/F/E als Problemlösung zu besprechen/zu etablieren.
    • Gesellschaftliche Veränderungen bezüglich Werte und Normen im Umgang miteinander, innerhalb einer Gesellschaft.
    • Verlust an Ritualen und Übergängen.
    • Veränderte Herausforderungen in den verschiedenen Entwicklungsphasen.
    • Scheidung und Patchwork
    • Familie im Wandel der Gesellschaft
    • Zunahme von Distanzierung, Individualisierung im Allgemeinen
    • Überempfindlichkeiten und Rückzug bzw. überbordende Emotionalität auf Grund latenter Stressempfindung (Klimawandel, drohende Kriege, wirtschaftliche Situation)
    • Die Eltern/Bezugspersonen werfen einen großen Schatten. „Das werde ich niemals erreichen können.“
    • Das Gefühl, den eigenen Lebensstil vor den Bezugspersonen verstecken zu müssen, weil er deren Grundhaltung nicht entspricht.
    • Um nicht zu enttäuschen.
    • Veränderung der Rollenbilder und deren Aufgaben
    • Psychologisches Vorwissen und Bildung
    • Doctor Google
    • Digitale Diagnosen psychischer Störungen und die Ermutigung zur Abgrenzung davon
    • Unaussprechliche Enttäuschungen
    • Unbewältigte Traumata der Bezugspersonen und daraus folgend unbewusste Übergriffigkeit, unerklärliche Affekte, emotionale Überschwemmung.
    • Tabu, die Eltern zu kritisieren
    • Bindungsmuster und Bindungsverhalten, die die Ablösung verhindern.
    • Generation Gap! Die Boomers haben die Welt zerstört.
    • Latent hoher Stresspegel, in dieser Welt bestehen zu müssen, und die Generation davor versteht gar nichts
    • Verschiedene Wirklichkeitskonstruktionen, daher verschiedene Sprachen. Daher nicht kompatibel.
    • Empathie und Emotionen werden von einer jungen Generation zunehmend als belastend bewertet, „nur rein rational ist diese (ihre) Welt zu retten.“
    • Drohender Identitätsverlust der Bezugspersonen, wenn die Kinder in ihr eigenes Leben gehen „Wer bin ich dann? Was ist die Beziehung wert? Welchen Nutzen habe ich noch?“ – Verweigerung der Entwicklungsaufgaben
    • Pseudoopferhaltung der Bezugsperson löst unerträgliche Schuldgefühle aus: „Ich habe alles nur für dich gemacht, mein ganzes Leben habe ich dir geopfert.“
    • „Ohne Dich ist mein Leben nichts mehr wert.“ Nicht verwirklichbare Verantwortung löst Scham- und Schuldgefühle aus.
    • Familienbild passt nicht mehr zur Wahrnehmung der Wirklichkeit („Familie hält immer zusammen, die Familie ist das Wichtigste im Leben.“)
    • Unaussprechliche Rivalitäten, Konkurrenzgefühle und Neid als unerträglich ambivalente und verbotene Gefühle (gilt beiderseitig, Gefühle sind diesbezüglich oft unbewusst, deshalb unaussprechlich)
    • Alle als negativ bewerteten Grundemotionen (Angst, Kummer, Ekel, Schrecken), je nach Vorerfahrung und Copingstrategien
    • Erwartungen, Enttäuschungen, Konflikte bezüglich Erbschaft
    • Weil es möglich ist! Wir können es uns gesellschaftlich leisten.

    Diskussionsvorschläge bezüglich Veränderung der Gesellschaft. Stichworte:

    Ungewöhnlich lange Friedenszeit im deutschsprachigen und anglo-amerikanischen Raum; Wissenschaftsentwicklung und dadurch theoretisches Wissen; Veränderung der gesellschaftlichen Paradigmen (Bsp. Kindererziehung und Folgen, Kinderschutzgesetz) – daraus folgend vermehrt Scham- und Schuldgefühle und Tabuisierungstendenzen; Individualisierungstendenzen auf Grund von Sicherheitsgefühl und ausreichender Grundversorgung vs. kollektivistischen Kulturen

    Falls Du noch weitere Gründe findest, bitten wir Dich, uns eine Mail zu schicken an: info@dashausvonmorgen.at

    Wir sind an Deinen Gedanken interessiert!

     

     

     

    Windows of Time

    Ich habe Dich gesehen!

    Und nun ist alles gut. Du schaust gerne aus dem Fenster, das hat mir jemand erzählt. Seither hebe ich den Blick zu dem Fenster auf dem Platz, von dem ich meine, dass es der richtige ist. Ich hebe den Kopf, und ich suche dein Gesicht in dem Fenster, von dem ich hoffe, dass es das richtige ist. Genau weiß ich es nicht. Ich kenne dein Gesicht nicht. Ich habe es noch nie gesehen. Ein Foto wurde mir gezeigt. Ich habe dein Gesicht im Herzen, ich trage es mit mir. Würde ich dich erkennen? Du kennst mich nicht. 

    Du hast mich gesehen! 

    Ich gebe zu, ich habe mich in deinen Blick geworfen, an diesem Tag, an dem es viel zu sehen gab auf diesem vermutlich richtigen Platz unterhalb deines Fensters.Da war was los an diesem Tag. Absperrungen, Straßenarbeiten, Polizisten, Schaulustige, Arbeitsgeräte, Bagger, Lastwägen, Schaulustige. Diese Szene, da bist du bestimmt am Fenster – so dachte ich.

    Wir haben uns angesehen!

    Mein Herz hat geleuchtet, wirklich, ich spüre es immer wieder, wenn ich daran zurückdenke. Ich habe dir gewunken, hinauf zu deinem Fenster. Das das richtige war! Du hast zurückgewunken und unsere Blicke sind sich begegnet. Du hast gelächelt. Ich habe gestrahlt. Für drei Sekunden hat die Welt aufgehört sich zu drehen. Drei Sekunden Zeit wurden uns geschenkt, gerade ausreichend viel Zeit, um diesen Moment einzubrennen in mein Herz. Immer. Alles. Ewig. Für einen Moment. Verbunden sind wir nun für immer. Du kennst mich nicht. Du wirst es vergessen. An die Bagger wirst du dich erinnern, die Polizisten, die Lastwägen. Mich wirst du vergessen. Ich jedoch, ich weiß nun, dass wir verbunden sind. Ich nun, ich weiß nun, dass ich dein Opa bin. Und niemals werde ich es vergessen.

    Nun sind sind uns also begegnet.

    Es ist mein Geheimnis. Ich spüre dich nun und es wird immer sein. Ich bin dein Opa. Stolz bin ich und trage dein Lächeln, deinen Blick, dein Winken, unseren Augenblick. Der wohl eher meiner ist. Aber das ist nicht wichtig. Denn mit jedem Bagger, jedem Lastwagen, jedem Polizisten kommt dein Lächeln zu mir. Meine Welt hast du verändert. So soll es sein, wenn man Opa ist. So erzählen es die anderen, die auch Opas geworden sind. Jetzt verstehe ich. 

    Wir werden uns wiedersehen.

    Eines Tages, da bin ich sicher. Ich werde dich erkennen. Du wirst mich fremd finden. Und mein Herz wird brennen. Und ich werde Dir die Hand reichen und sagen dürfen: „Einmal, da haben wir uns gesehen! Da waren Bagger und Polizisten und Lastwägen auf dem Platz unter deinem Fenster aus dem du so gerne das Treiben beobachtet hast.“ und du wirst antworten: „Ja, an die Bagger und die Polizisten kann ich mich gut erinnern!“ 

    Ich werde lächeln. Wir werden uns kennenlernen.

    Vielleicht. Irgendwann.

    „Es kommt der Tag, der alles lösen wird.“ (Friedrich Schiller)

    Text: Irma Belic

    Fine Line

    Fine Line

    Wir haben uns kennengelernt, es war wie ein Wunder, unsere Herzen waren so froh und ein Stück des Weges gingen wir gemeinsam.

    Das Stück des Weges. Es war nicht so lange, wie ich es andachte. Die Abzweigung, die Trennung, es lag ein tiefer Graben auf dem gemeinsamen Weg. Wir mussten immer wieder mit Gräben rechnen , ab diesem Scheideweg. Gräben im Herzen, tief, dunkel.

    Niemand versteht den anderen in seiner Gesamtheit. Du fühlst mit Deinem Herz in die Welt, und die anderen mit ihrem. Und ich fühle mit meinem Herzen. Fühle ich eine andere Welt? Als Du? Ich bin mir nicht sicher.

    Ich habe Dein Herz verletzt. Das tut mir leid und ich fühle mit Dir. Etwas hat mein Herz verletzt. Ich kann Dich gut verstehen. Ich wage es und möchte sagen. „Wir fühlen ähnlich.“

    Warum nur, warum!!!!?

    Doch verändert sich etwas. Langsam. Stetig.

    Die Herzen. Sie erinnern sich, ständig und beharrlich. Sie sind noch nicht sicher. Wenn es dann so weit sein wird werden feine Narben wie Gold das Herz durchziehen. Es wird schimmern wie kein anderes, es wird fühlen, wie kein anderes. Dein Herz. Und meines auch. Da bin ich sicher.

    Narben wachsen. Das schmerzt. Wer Schmerzen hat will stammeln, weinen, schreien. Nach Worten ringen. Schweigen. Dein Herz weiß um das warum. Das Hirn findet keine Worte. Es ist hilflos. Das Herz braucht keine Worte. Es will traurig sein, Dein Herz, so glaube ich. Oder ist es wütend? Enttäuscht? Hat es gar Angst? Wie meines? Müde. Es ist der Worte müde. Es will Zeit haben. Und ruhen. Auch mein Herz braucht Zeit, und ich staune. Lange war da das Schreien.

    Zuerst sind es die Abstände zwischen den Gräben. Sie werden länger. Die guten Phasen, sie werden tatsächlich länger.

    Dann: ich komme aus den tiefen Gräben schneller heraus. Ich habe Übung. Wie ist es bei Dir? Unser gemeinsames Stück des Weges! Es muss ausreichen. Ich muss vertrauen. Ich bitte, ich bete, tatsächlich, dass es ausreichen möge und Du es aushalten kannst, bis sich die Fäden bilden, die feinen, die sanften, die goldenen.

    Man darf und soll sein Herz sich ausdrücken lassen. Zur richtigen Zeit, am richtigen Ort, mit Aufmerksamkeit und regelmäßig. So habe ich gehört. Von lieben anderen. Gut aufgehoben möge es sein, bei einem anderen Herzen, einem ruhigen, bei einem Hirn, das Worte findet. Die richtigen. So kann sich Dein Herz entspannen. Es fühlt sich sicher, gehalten, gesehen, versorgt. Du dort. Ich da.

    Später dann, bald, sind die Gräben nicht mehr so tief, nicht mehr so dunkel. Es ist etwas zu erkennen. Glaube mir, ich weiß es. Hab´ Geduld. Für Dich. Und auch für mich?

    Dein Herz soll in Ruhe goldene Fäden ziehen. Ein gutes Wort, ein weiterer Tag, eine Erinnerung knüpfen Faden an Faden und sie verschließen die Schrammen, die Wunden, vertreiben die Angst.

    Und schließlich, irgendwann, wirst Du die Schätze zählen können, die Du gehoben hast in jedem einzelnen Graben. Mag sein, dass sie klein sind und noch haben sie kaum Gewicht. Doch sie wachsen, werden zu weiteren goldenen Fäden, spinnen ein Netz um Dein Herz.

    Mein Herz schimmert. Es hatte allen Grund für viele goldene Fäden.

    „Sobald wir uns aber wirklich etwas zu sagen haben, sind wir gezwungen zu schweigen.“

    (Maurice Maeterlinck)

     

    Vertraue auf dein Herz ♥️.

     

     

     

     

     

     

     

     

    NEWS 2026

    persönliche Begleitung

    Hinweis zu unserem Angebot

    Nach sieben Jahren Arbeit mit Betroffenen in Austauschtreffen und der steten Reflexion unserer Erfahrungen haben wir entschieden, bis auf Weiteres keine Gruppentreffen mehr anzubieten. Stattdessen konzentrieren wir uns auf individuelle 1:1-Beratungen.

    Diese Entscheidung beruht auf professionellen Beobachtungen, insbesondere im Hinblick auf die psychodynamischen Prozesse der Teilnehmenden im Anschluss an die Austauschtreffen. Vor diesem Hintergrund erscheint uns die individuelle Beratung derzeit als die geeignetere Form der Begleitung.

    Beratungsangebot

    Wir bieten ein kostenloses Erstgespräch (30 Minuten) an. In diesem Gespräch klären wir gemeinsam, welche Form der Unterstützung Sie benötigen, was für Sie passend ist und was für Sie realistisch und vorstellbar erscheint.

    Weiterführende Gespräche mit psychosozialen Berater:innen oder Therapeut:innen sind kostenpflichtig.

    Adressen anderer Selbsthilfegruppen in Österreich, die weitgehend kostenlose Austauschtreffen anbieten, finden Sie auf unserer Homepage (hier verlinkt).

    Hintergrund unserer Entscheidung

    Das Thema Kontaktabbruch ist hoch emotional und existenziell belastend. Belastende Reaktionen und Trigger können dabei nicht ausgeschlossen werden. Eine verantwortungsvolle, empathische Begleitung erfordert daher einen sicheren und geschützten Rahmen, der in niederschwelligen Austauschtreffen nicht immer ausreichend gewährleistet werden kann.

    Als Obfrau, Leiterin und psychosoziale Trauma-Beraterin sehe ich mich in besonderer Verantwortung für eine qualitativ hochwertige, professionelle und achtsame Begleitung der Betroffenen.

    In der Gesprächsbegleitung arbeite ich nach einem narrativen Ansatz mit dem Titel „K.ein Ende in Sicht“ (hier verlinkt). Dieser Ansatz wurde speziell von mir zum Thema Kontaktabbruch entwickelt.

    Im Mittelpunkt steht die persönliche Geschichte der Betroffenen: das Erlebte darf in einem geschützten Rahmen erzählt, eingeordnet und in seiner individuellen Bedeutung verstanden werden. Ziel ist kein „Lösen“ oder „Beheben“ des Kontaktabbruchs, sondern ein friedvollerer, selbstfürsorglicher Umgang mit der eigenen Situation, den inneren Spannungen und offenen Fragen.

    Der narrative Zugang unterstützt dabei, Orientierung, innere Klarheit und Entlastung zu finden – in dem Tempo und in der Tiefe, die für die jeweilige Person möglich sind. Ziel der Beratung ist es anhand des WARUM???!!!!? zu einer lebbaren, integrierten Wahrheit zu gelangen und innere Ruhe zu finden.

    Wichtiger Hinweis zur Beratung

    Die angebotene psychosoziale Beratung ersetzt keine Psychotherapie und keine medizinische oder psychiatrische Behandlung. Sie richtet sich an Menschen, die sich in einer belastenden Lebenssituation befinden und sich begleitende Unterstützung, Klärung und Orientierung wünschen.

    Bei akuten psychischen Krisen oder schweren Belastungen empfehlen wir, sich an entsprechende therapeutische oder medizinische Fachstellen zu wenden.

    Unser Anliegen ist es, einen Rahmen zu bieten, der Schutz, Klarheit und individuelle Begleitung ermöglicht.

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