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Autor: Admin Gisi Kurath

Times, they are a changin‘

„Ein freudiges  Ereignis ( Hochzeit unserer Tochter ), hat  unseren Sohn  bewogen den Kontakt  zu seiner Schwester und seinen Eltern, nach  etlichen Jahren, wieder zu aktivieren. Wir werden nicht fragen warum. Wir nehmen ihn und seine neue Freundin, die sehr viel dazu beiträgt, einen liebevollen Kontakt in der Familie zu pflegen, mit großer Freude und Dankbarkeit auf.  Es war wohl ein schmerzhafter Lernprozess, aber durch einen guten Grundstock, war es ihm so denke ich möglich, das Richtige zu erkennen. Unsere Geduld und Disziplin wurde ordentlich  dabei getestet.

Allen die noch immer keinen Zugang zu ihren Kindern gefunden haben, wünschen wir Geduld , Geduld, Geduld………!“

C.K.

 

Herausforderungen

Eindrucksvoll, berührend, bewegend.
„1000 Arten den Regen zu beschreiben“
Es ist wohl doch so, dass unser Thema des Kontaktabbruch (AUCH) mit der Veränderung und den Anforderungen unserer Zeit, unserer Gesellschaft zu tun hat.
Kontaktabbruch ist vielfältig, hat Gründe, und nicht ausschließlich mit uns persönlich zu tun. Ich denke, es ist wichtig sich das immer wieder ins Gefühl zu rufen. Es hat vor allem sehr viel mit demjenigen zu tun, der den Kontakt abbricht.
Es hilft zu sehen, dass jemand nicht in seiner Mitte ist, und darum auch nicht klar kommunizieren kann.
Einen auslösenden Moment, ja, den wird es wohl gegeben Haben, und möglicherweise haben wir den geliefert. Der Grund allerdings für den Kontaktabbruch ist komplexer und ambivalent. Ein starkes unklares Gefühl, nicht in Worte fassbar.
Unsere Sprache, die Worte, sie sind wohl hier nicht ausreichend.
Geduld, Präsenz ohne Aufdringlichkeit, Stärke, Selbstwert und gefühlte Verbindung sind die Eigenschaften, die wir brauchen. Um unseren Weg zu gehen. Um Mut vorzuleben. Die Courage zu leben ❤️

Neue Aufgaben

[…] Haben wir, nachdem wir von zu Hause ausgezogen sind, ständig angerufen, außer, wir brauchten Geld oder unsere Waschmaschine war kaputt? Haben wir überhaupt einen Gedanken daran verschwendet, wie sich unsere Eltern fühlten, als wir in jungen, wilden Jahren wirklich nichts ausließen, worüber wir heute, wenn es unsere Kinder täten, ausrasten würden? Unsere Eltern haben unseren Abnabelungsprozess viel gelassener genommen als wir. […]

https://dashausvonmorgen.at/wp-content/uploads/2020/06/Trennungsschmerz-und-neue-Aufgaben.docx

 

 

 

Courage

„Für mich ist der Kontaktabbruch mittlerweile kein Problem mehr. Ich habe Frieden in mir geschlossen, was dies betrifft. Die Bemühungen und Hoffnungen ihn irgendwann wieder umarmen zu dürfen, gebe ich zwar nicht auf, trotzdem kann ich mittlerweile sehr gut damit leben, dass er nicht mit mir spricht.

Manchmal bin ich ihm sogar sehr dankbar dafür, da ich dadurch viele andere Perspektiven sehen kann. Ich gehe auch sehr offen damit um. Es ist ja seine Entscheidung und nicht meine, die ich in Liebe als seine Mutter akzeptiere. Eine Verbundenheit im Innern gibt es dennoch und die kann durch nichts getrennt werden. Ich bleibe nach wie vor seine Mutter und wenn er eines Tages das Bedürfnis nach dieser hat werde ich für ihn da sein. So wie ich in liebevollen Gedanken immer für ihn da bin.

 

Durch diese Gruppe habe ich sehr viel gelernt und auch viel anders gesehen und bin auch sehr dankbar dafür. Doch mittlerweile habe ich das Gefühl, dass die Gruppenmitglieder zum Teil in ihrem Leid gefangen sind. Sie tauschen sich rege aus, aber es geht meist darum was ihnen diese Kinder an tun.

Sie beharren darauf als Eltern ein Recht darauf zu haben, dass die Kinder das tun was sie als Eltern sagen oder denken. Manche zerfließen regelrecht in dieser Opferrolle und wollen diese gar nicht los werden. Damit kann ich mich einfach NICHT MEHR identifizieren.

Und schon gar nicht damit einen Schuldigen zu finden, den ich dafür hassen kann. Sie wollen dass sich ihre Kinder für sie ändern und sind selbst gar nicht dazu bereit.

Liebe bedeutet für mich auch los zu lassen und zu akzeptieren, bedingungslos. Aber vor allem für sich selbst Frieden zu schließen. Jeder von uns macht seine Fehler und diese wiederholen sich nun mal solange bis wir daraus lernen.

Die Vergangenheit ist eine Erinnerung und die daraus entstandene Erfahrung. Ich werde immer mit dieser Vergangenheit leben den sie hat mich dazu gemacht was ich heute bin.
Ich werde in dieser Gruppe bleiben, als stiller Teilnehmer und um weiterhin zu lernen und auch versuchen keine Erwartungen zu stellen auch wenn es mich manchmal sehr runter zieht.“

anonym

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