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1985. Ich war einmal…:

Ich (Claudia) habe diesen Brief in der Dokumentenmappe meiner verstorbenen Mutter gefunden und wollte diese Zeilen mit euch teilen. Geschrieben 1985 mit 18 Jahren und heute selbst eine verlassene Mutter.

„Lieber Vati, liebe Mutti!

Ich weiß, dass was ich hier mache, nicht in Eurem Sinne ist.

Aber bitte verzeiht mir, Ihr müsst mich verstehen. Es ist mir nichts anderes übriggeblieben, als einfach zu gehen. Ihr hättet mir wahrscheinlich nie das Einverständnis zur Lösung des Lehrvertrages gegeben. So musste ich es selbst in die Hand nehmen. Frau Regine und ich haben es uns lange ausgeredet, bis

wir zu diesem Entschluss kamen. Sie meinte, dass es für sie und mich so das Beste ist. Denn wahrscheinlich hätte ich die Abschlussprüfung nie geschafft, da ich ja so lange im Betrieb gefehlt habe.

Ihr dürft mir bitte nicht zu böse sein.

Ich möchte jetzt auf eigenen Füßen stehen und muss alles allein durchbringen. Denn ich habe es ja so gewollt. Niemand war mitbeteiligt oder hat mich dazu geführt. Ihr dürft bitte niemanden einen Vorwurf machen, denn es ist wirklich ganz allein meine Schuld. Alle anderen haben mich, ja davor gewarnt. Und falls Ihr meint Klaus wäre dabei gewesen, so stimmt dies nicht. Er hat genau so

wenig damit etwas zu tun, wie Ihr selbst. Mir ist es sicher nicht leichtgefallen, Euch so zu verlassen. Aber ich hatte Angst davor, es Euch zu gestehen und deshalb, habe ich es mir leichter gemacht, indem ich Euch diesen Brief geschrieben habe.

Falls Ihr Euch Sorgen macht, wo ich jetzt bin: Ich habe mir eine Wohnung genommen.    Arbeit habe ich leider noch keine, aber ich hoffe ich werde bald eine bekommen.

Ich hoffe Ihr versteht mich ein bisschen und verzeiht mir. Ich weiß ich habe Euch damit viel angetan. Aber bitte verdammt mich nicht, es musste geschehen.

Ich möchte nicht ewig mit Euch im Zwist sein. Denn Ihr müsst wissen, ich habe

Euch beide wahnsinnig lieb. Und Ihr seid meine Eltern und bleibt es auch, was auch geschieht.

Ich hoffe, Ihr denkt in diesem Punkt genauso wie ich. Und deshalb bitte ich Euch vielmals um Verzeihung.

Ich habe Euch lieb

Bitte verzeiht mir

Eure Claudia

P.S. Ich werde mich in einigen Tagen bei Euch melden, wenn Ihr Euch ein wenig beruhigt habt.

Nochmals bitte ich um Verzeihung und seid bitte nicht zu hart bei der Verurteilung Eurer Tochter.“

C.D.

nächste Gruppentreffen*:

 


Thema 2021:   „Traurig sein“ – sollen, wollen, können

 

 

 

*Anleitung

  • Zu ausgeschriebenen Gruppentreffen oder Veranstaltungen treffen wir uns in diesen Zeiten auch auf Zoom.
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Eure  individuellen Verabredungen im virtuellen Wohnzimmer sind kostenfrei und es ist jederzeit zugänglich als Treffpunkt und Vernetzung für Mitglieder mit Zugangsdaten.

Verabredet euch nach Lust und Laune. Gerne helfen wir Euch bei der gegenseitigen Vernetzung, falls Ihr die Email Adresse eines Mitglieds, mit dem Ihr Euch treffen wollt, nicht kennt.

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Gisela          +43 664 2531996     Dipl. Lebens – und Sozialberaterin, Sozialpädagogin, Mentaltrainerin

info@dashausvonmorgen.at

* Die Teilnahme an der Gruppenarbeit ersetzt nicht eine Therapie, psychosoziale Beratung/Begleitung , Coaching oder den Arztbesuch.

 

weitere Treffen:

2021

17. Dezember 2021 Gruppentreffen hybrid –  themenbezogener Austausch

…weiters jeden dritten Freitag eines Monats.

Themen vergangener Jahre:

2019 #familyestrangement | #verlasseneeltern | #funkstille  |#Kontaktabbruch – ein Thema beansprucht Raum zur Bearbeitung

2020 Vom Wünschen zum Wollen – Erwartung „LIGHT“

 

NEU ! :

Kontakt Selbsthilfegruppe Wien

Erika +43 690 10011179

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